Tiergespräche

Tiergespräch mit Emma

Ich durfte ein Gespräch mit Emma führen, das von Anfang an durch eine sehr offene und freundliche Energie geprägt war.

Emma zeigte sich sofort präsent und zugewandt. Sie wirkte sehr glücklich und hat mich direkt willkommen geheißen. Diese positive, leichte Art zog sich durch das gesamte Gespräch.

Schon früh zeigte sie mir etwas aus der Zeit, bevor sie zu Frauchen gekommen ist.

Es ging um den Moment, in dem sie als Welpe ausgesucht wurde. Dabei nahm ich ein sehr besonderes Bild wahr – einen Stern. Im anschließenden Gespräch bestätigte Frauchen, dass ihre Mutter damals beim Aussuchen dabei war und später in dem Haus verstorben ist, in dem sie heute noch leben.

Diese Verbindung schien für Emma eine besondere Bedeutung zu haben.

Auch ihr Zuhause beschrieb sie sehr klar.

Sie zeigte helle Räume, viel Weiß und Holz und ein insgesamt offenes, großzügiges Gefühl. Dabei wurde deutlich, dass sie sich im Erdgeschoss sicher bewegt, während sie sich im oberen Stockwerk noch unsicher ist.

Hier wünscht sie sich vor allem eines: Klarheit.

Für sie wäre es wichtig, eindeutig zu wissen, ob sie dort sein darf oder nicht. Besonders, da dieser Bereich vor Kurzem verändert wurde.

Im Alltag wurde schnell sichtbar, wie aktiv und lebensfroh Emma ist.

Sie liebt es, draußen zu sein, besonders im Wald. Auch das Buddeln gehört für sie dazu – etwas, das ihr im Garten aktuell eher eingeschränkt wird.

Neben diesen eher spielerischen Themen zeigte sie auch sehr konkrete körperliche Hinweise.

Emma lenkte die Aufmerksamkeit auf etwas aus Metall an ihrem Halsband, das sie stört. Frauchen konnte dies direkt einordnen, da sie ihr im Urlaub zusätzliche Marken angebracht hatte, die anschließend nicht wieder entfernt wurden.

Auch im Mundbereich zeigte sie ein Gefühl von Spannung. Für sie war das kein akutes Problem, sondern eher ein Hinweis, einmal genauer hinzusehen. Frauchen bestätigte, dass Emma in jungen Jahren bereits eine Zahnspange hatte.

Ein weiterer Bereich, der im Gespräch deutlich wurde, war das Training.

Emma hört sehr gut auf den Rückruf – das zeigte sie sehr klar. Gleichzeitig gibt es bei anderen Kommandos noch Unterschiede.

Besonders spannend war, dass sie selbst zeigte, was sie gerne mehr machen würde.

Sie nahm mich mit in eine Situation, in der sie eine Stufe hochgeht und anschließend auf ein Kommando wartet. Im Gespräch stellte sich heraus, dass es sich um eine Übung handelt, die sie bereits kennt – und von der sie sich mehr wünscht.

Für Emma ist sowohl die körperliche als auch die geistige Auslastung wichtig.

Zum Abschluss zeigte sie noch etwas sehr Ruhiges.

Einen Platz im Garten, etwas abseits vom Haus. Dort sitzt Frauchen – und Emma ist einfach dabei.

Kein Spielen, kein Streicheln.
Nur gemeinsames Dasein.

Wichtig war ihr dabei vor allem eines: Präsenz.

Ohne Ablenkung. Ohne Handy.

Frauchen konnte auch das direkt einordnen.

Dieses Gespräch hat einmal mehr gezeigt, wie klar Tiere ihren Alltag wahrnehmen, wie konkret sie Bedürfnisse äußern und wie fein sie auf ihre Menschen reagieren.

Tierkommunikation bedeutet für mich, genau diese Wahrnehmungen sichtbar zu machen und verständlich zu übersetzen – ohne Interpretation, sondern so, wie sie sich zeigen.

Ich bin dankbar für das Vertrauen, das mir in solchen Gesprächen entgegengebracht wird.