Tiergespräche

Tiergespräch mit Sammy

Ich durfte ein Gespräch mit Sammy führen, das von Anfang an durch seine lebendige und zugleich sehr treue Art geprägt war.

Sammy zeigte sich freundlich, präsent und voller Energie. Er hatte einen starken Charakter und war gleichzeitig sehr beständig in seiner Art. Besonders auffällig war seine ständige Bereitschaft zu spielen und in Verbindung zu gehen.

Ein zentrales Thema im Gespräch war die Nähe zu Frauchen.

Er zeigte immer wieder, wie gerne er einfach neben ihr lag – besonders in Momenten, in denen es ihr nicht gut ging. Dieses ruhige Zusammensein war für ihn sehr wichtig. Ebenso liebte er es, sich am Boden zu wälzen und draußen unterwegs zu sein.

Beim Thema Gassi gehen wurde es sehr konkret.

Sammy zeigte mir die Farbe eines kräftigen Rots. Im Nachhinein stellte sich heraus, dass damit das Auto gemeint war. Frauchen bestätigte, dass sie im Rollstuhl sitzt und Sammy sie beim Gassi gehen neben dem Auto begleitet hat.

Auch das sind die Momente, in denen sichtbar wird, wie genau Tiere ihren Alltag wahrnehmen und wiedergeben können.

Neben vielen positiven Eindrücken zeigte Sammy auch, was er nicht mochte.

Gewitter waren für ihn sehr unangenehm. Er suchte dann Schutz und zog sich zurück. Frauchen bestätigte, dass er sich in solchen Situationen in die Badewanne zurückgezogen hat.

Auch große Hitze mochte er nicht. Und andere Rüden waren ihm eher suspekt – nicht aggressiv, aber auf Abstand.

Ein kleines, sehr greifbares Detail zeigte sich ebenfalls:

Beim Trinken hinterließ er jedes Mal ein kleines Chaos. Auch das konnte Frauchen direkt bestätigen.

Sein Schlafplatz war für ihn bewusst gewählt.

Er lag gerne an einem Ort, von dem aus er alles im Blick hatte – in seinem Fall neben der Terrassentür. Dieser Platz gab ihm Sicherheit und Überblick.

Im weiteren Verlauf des Gesprächs wurde es ruhiger.

Sammy machte sehr klar, dass es für ihn die richtige Entscheidung war, gehen zu dürfen. Seine Zeit hier war für ihn abgeschlossen.

Gleichzeitig zeigte er, dass die Verbindung zu Frauchen weiterhin besteht.

Er nimmt sie wahr und sendet ihr Zeichen. Eines davon sind Gänseblümchen. Frauchen bestätigte, dass er früher im Garten genau darin gespielt hat.

Auch einen sehr persönlichen Moment griff er auf.

Er zeigte mir Worte, die Frauchen ihm immer wieder gesagt hat als sie ihn gehen hat lassen:
„Ich bin bei dir.“

Frauchen konnte auch das direkt bestätigen.

Der Ort, an dem er beerdigt wurde, ist für ihn stimmig.

Er zeigte viel Raum, Weite und Ruhe. Frauchen beschrieb den Ort als eine Art Bauernhof mit viel Platz – genau das, was er wahrgenommen hat.

Zum Abschluss ging es noch um die Zukunft.

Auf die Frage, ob es für ihn in Ordnung ist, wenn Frauchen wieder einen Hund in ihr Leben lässt, reagierte er sehr klar – mit einem zwinkernden, leichten Gefühl.

Für ihn ist das nicht nur in Ordnung.

Er ist bereits dabei, sie dabei zu unterstützen.

Er zeigte, dass es ein weiblicher Hund sein wird.

Frauchen berichtete im Anschluss, dass sie in den Tagen zuvor bereits zwei Mal von außen auf genau dieses Thema angesprochen wurde.

Dieses Gespräch hat einmal mehr gezeigt, dass die Verbindung zwischen Mensch und Tier nicht mit dem Tod endet.

Sie verändert sich –
bleibt aber bestehen.

Tierkommunikation bedeutet für mich, genau diese Verbindung sichtbar zu machen und verständlich zu übersetzen – ohne Interpretation, sondern so, wie sie sich zeigen.

Ich bin dankbar für das Vertrauen, das mir in solchen Gesprächen entgegengebracht wird.