Tiergespräch mit Selli
Ich durfte ein Gespräch mit Selli führen, das vor allem durch ihre liebevolle, zugewandte Art geprägt war.
Selli zeigte sich als sehr ruhige und ausgeglichene Hündin mit einem starken Bezug zu Frauchen. Sie wirkt fürsorglich, fast mütterlich und bleibt nah an ihrem Menschen. Diese Verbindung steht für sie im Mittelpunkt.
Gleichzeitig wurde deutlich, wie fein sie die Emotionen von Frauchen wahrnimmt.
Selli nimmt Stimmungen nicht nur wahr, sondern begleitet sie aktiv. Sie hilft dabei, Gefühle zu erden und bringt Ruhe in Situationen, die innerlich unruhig sind.
Ihr Impuls dazu war sehr klar: Gefühle sollten nicht unterdrückt werden, sondern gefühlt werden. Sich zu öffnen und Dinge nicht in sich zu behalten, ist für sie ein wichtiger Schlüssel.
Auch ihr eigenes Wohlbefinden sprach sie konkret an.
Frische Luft, ausreichend Schlaf und Unterstützung für den Körper sind für sie aktuell besonders wichtig. Sie zeigte damit sehr klar, was ihr guttut und was sie braucht, um in ihrer Balance zu bleiben.
Im Alltag wurde deutlich, dass sie ihr Zuhause sehr genau wahrnimmt.
Sie unterscheidet klar zwischen verschiedenen Bereichen: Oben steht für sie Ruhe, unten ist mehr Bewegung und Aktivität. Diese Einteilung gibt ihr Orientierung.
Ein konkretes Detail, das sie mehrfach zeigte, war ein Sessel, zu dem sie eine besondere Verbindung hat. Im Nachhinein stellte sich heraus, dass es sich um einen Kindersessel handelt, den sie sehr geliebt hat, der jedoch inzwischen kaputt ist.
Auch Geräusche und Reize im Alltag wurden thematisiert.
Der Staubsauger ist ihr nicht geheuer, und auch der Fernseher stört sie in bestimmten Momenten – vor allem dann, wenn sie zur Ruhe kommen möchte und das wechselnde Licht sie dabei beeinträchtigt.
Frauchen bestätigte, dass Selli sich in solchen Situationen gerne zurückzieht und sich einen geschützten Raum schafft.
Ein weiterer Punkt war ihre Wahrnehmung der aktuellen Lebenssituation.
Selli zeigte sehr deutlich, dass im Zuhause noch etwas „offen“ ist. Konkret ging es um anstehende Renovierungsarbeiten. Frauchen bestätigte im Anschluss, dass sie vor Kurzem in ein Haus gezogen sind und einige Dinge noch nicht umgesetzt wurden.
Auch solche Themen nimmt Selli wahr und bringt sie auf ihre eigene Weise ein.
Zum Abschluss richtete sie eine Botschaft, die über ihren eigenen Alltag hinausgeht.
Sie sprach von mehr Zivilcourage – davon, nicht wegzuschauen, sondern hinzusehen und zu handeln, wenn es notwendig ist.
Dieses Gespräch hat einmal mehr gezeigt, wie bewusst Tiere ihre Umgebung wahrnehmen, wie fein sie auf emotionale Ebenen reagieren und wie klar sie ihre eigenen Bedürfnisse und Impulse ausdrücken können.
Tierkommunikation bedeutet für mich, genau diese Wahrnehmungen sichtbar zu machen und verständlich zu übersetzen – ohne Interpretation, sondern so, wie sie sich zeigen.
Ich bin dankbar für das Vertrauen, das mir in solchen Gesprächen entgegengebracht wird.


