Tiergespräche

Tiergespräch mit Gina (2tes)

Ich durfte ein weiteres Gespräch mit Gina führen, das sich deutlich von den bisherigen unterschieden hat.

Schon zu Beginn war spürbar, dass sie sehr bei sich ist.
Die Verbindung war da – aber nicht so klar und fließend wie sonst.

Ich hatte das Gefühl, dass ich nach ihrer Gesundheit fragen sollte.
Und sofort wurde deutlich, warum.

Gina zeigte mir ihr Bein.

Eine Verletzung, die beim Stoppen entstanden ist.
Dabei kam von ihr ein Satz, der sehr hängen geblieben ist:

„Ich habe vergessen, dass ich älter bin.“

Der Schock saß noch tief.
Man konnte spüren, dass sie noch nicht ganz im Außen war, sondern sehr mit sich selbst beschäftigt.

Immer wieder kamen dabei klare Hinweise:

Physio.
Und: das Bein stabilisieren.

Wir haben vereinbart, am nächsten Tag noch einmal miteinander zu sprechen.

Im zweiten Gespräch war Gina deutlich präsenter.
Wacher. Klarer.

Sie erklärte, dass der Heilungsweg Zeit brauchen wird.
Ein langsamer Prozess.

Aber sie ist bereit, diesen Weg zu gehen – gemeinsam mit ihrer Begleiterin.

Dabei zeigte sich auch eine sehr menschliche Seite:

Sie schämte sich ein wenig dafür, dass sie jetzt so viel Aufwand macht.

Wir haben ihr versichert, dass das vollkommen in Ordnung ist.
Dass sie Unterstützung bekommt und nicht zur Last fällt.

Auch körperlich wurde sie konkreter.

Sie beschrieb ein Ziehen im Bein, von oben nach unten verlaufend.
Auf die Frage, was ihr jetzt hilft, kamen klare Impulse:

Das Wasser höher stellen, damit es ihr leichter fällt.
Die Schmerzmittel sind gut – könnten aber noch etwas stärker sein.

Neben den körperlichen Themen wurde auch die emotionale Verbindung deutlich.

Für ihre Begleiterin war es eine große Erleichterung zu hören, dass Gina diesen Weg gehen möchte – und ihre gemeinsame Zeit noch nicht zu Ende ist.

Auch für die anstehende Nacht hatte Gina einen klaren Wunsch:

Ein getragenes T-Shirt von Frauchen in ihrer Nähe.

Und sie machte deutlich, welche Person ihr besonders guttut –
vor allem für den emotionalen Support.

Zum Abschluss äußerte sie noch einen Wunsch:

In etwa zwei Wochen noch einmal miteinander zu sprechen
und zu schauen, wie es ihr dann geht.

Dieses Gespräch hat einmal mehr gezeigt, dass Tiere sehr genau wahrnehmen, was in ihrem Körper passiert – und gleichzeitig eine klare Haltung zu ihrem eigenen Weg haben.

Tierkommunikation bedeutet für mich, genau diese Wahrnehmungen sichtbar zu machen und verständlich zu übersetzen – ohne Interpretation, sondern so, wie sie sich zeigen.

Ich bin dankbar für das Vertrauen, das mir in solchen Gesprächen entgegengebracht wird.